Ein Kurs in Wundern
Choose Once Again

Der Kurs ist zu "verkopft".

Ich bekam vor ein paar Tagen einen Anruf über diese Website und wir plauderten eine Weile über dies und das und ein wenig über den Kurs.
Was mir besonders im Gedächtnis blieb, war der Wunsch des Anrufers, etwas zu finden, was den Kurs "komplementiert". Der Kurs sei ihm arg verkopft.

Darüber musste ich immer wieder nachdenken. Daran will ich Dich teilhaben lassen:

Der Kurs spricht zu uns als Geist, nicht als Körper. Von daher gibt es keinen Kopf und kein Gehirn, aber auch kein Herz. Dies hilft uns zwar so mit dem fehlenden Gefühl nach Herzlichkeit nicht weiter, ist aber ein wichtiger Fakt, den es im "Hinterkopf" zu behalten gibt.
(Wenn Du zum Thema Kopflosigkeit tiefergehende Experiemente machen möchtest, dann empfehle ich Dir die Website: www.headless.org.)

Der Kurs spricht also unseren Intellekt an, welcher mehr oder weniger ausgeprägt ist, um ihn damit zu umgehen. Eines ist aber sicher, wir denken den ganzen Tag und auch des Nachts; also immer!
Auch wissen wir aus den mehr "esoterischen Forschungen", dass erst der Mentalkörper denkt und dann der Emotionalkörper fühlt.
So gesehen wäre es also unsinnig, einem Gefühl der "Herzlichkeit" hinterher zu laufen, wenn dieses aus dem Denken entsteht (und letzten Endes noch nicht mal real ist.)

Dieses Gefühl des Mitfühlens, des Mitgefühls für alles, was da ist, entsteht aus der Erkenntnis, dass wir nicht in dieser Welt existieren, bzw. diese Welt nicht existiert und dass jedes Lebewesen, was mir begegnet genauso ein "armer Tropf" ist, wie ich.
Nur aus dieser Erkenntnis kann wahres Mitgefühl entstehen, denn sonst besteht die Gefahr, dass man sich ein "spirituelles Ego" heranzüchtet, welches einem dann erklärt, man sei zu verkopft und müsse mehr in das Herz. Weiter erklärt es mir dann, dass der Kurs nicht der richtige Weg ist und ich in der Welt da draussen die Antwort finden kann.
Somit wäre ich dann wieder am Anfang und wäre (bin) auf die älteste Lüge der Welt wieder hereingefallen.

Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht Hilfen suchen kann, die mir temporär weiterhelfen. Es steht ja nirgends geschrieben, dass man sich schlecht fühlen muss.
Erst wenn ich mich traue, ganz zurück zu gehen an den Punkt, wo ich mich entschieden habe, diese Welt zu sehen anstatt der Wirklichkeit, erst dann kann ich mich neu entscheiden und Freiheit erlangen.

Wie gesagt, nimm das alles nicht zu wörtlich. Es ist nur eine Hilfe und nicht die Wirklichkeit.

Ich hoffe, das hilft Dir ein Stückchen weiter.

Herzlichst,
Martin




Die Botschaft von Ein Kurs in Wundern

Das Buch von Kenneth Wapnick: "Die Botschaft von Ein Kurs in Wundern", ist wirklich eine wunderbare Hilfe im Verständnis des Kurses.
Die eine Häfte des Buches erläutert, was der Kurs nicht ist und was daran sehr gerne falsch verstanden werden möchte.
Die andere Hälfte erläutert, was der Kurs ist.
Kenneth drückt sich sehr klar aus und belegt gerne auch mit Stellen aus dem Kurs.

Du kannst dieses Buch direkt hier bei EKIW.de versandkostenfrei bestellen.
Klicke einfach hier: Die Botschaft von EKIW

Der Kurs spricht zu mir als Körper.

Dies ist auch ein sehr gern genommener Verständnisfehler.
Der Kurs spricht zu uns als Geist (mind). Genauer, er spricht zu dem Teil in uns, der die Entscheidungen trifft (descision maker, wie Master Wapnick ihn nennt).
Dieser Teil hat die Entscheidung getroffen, sich auf das Denksystems des Egos einzulassen und dieser Teil ist es, der sich auch wieder umentscheiden kann.
Das Ego will uns glauben machen, wir seien ein Körper und könnten keine Entscheidungen treffen, ausser hier in der "wirklichen Welt", der Scheinwelt des Egos.

Das ist der gesamte Zweck des Kurses. Festzustellen, dass wir eine Entscheidung treffen können, dies dann auch zu tun und uns für Gott zu entscheiden und dabei zu bleiben. Jeden Tag, jede Minute und immer wieder von Neuem bis wir wirklich dabei bleiben und angstfrei sind.

Der Körper dient hier als Hilfsmittel und da der Kurs ganz klipp und klar sagt, dass der Körper zusammen mit dieser Welt nicht existiert, ist der Körper eher als neutral zu sehen. Das Ego macht aus dem Körper einen Kult und nutzt den Körper als eine Waffe gegen die Wahrheit. Der Heilige Geist, wie der Kurs die Stimme für Gott nennt, nimmt ihn als Kommunikationsmittel, wenn wir dies zulassen.

Der Kurs spricht also durch die Augen des Körpers zu unserem entscheidungstreffenden Geistfragment.

Der Kurs ist wörtlich zu nehmen.

Das ist wohl das allerletzte, was man mit dem Kurs machen sollte.

Der Kurs ist eher eine Geschichte, eine Gute-Nacht-Geschichte für verschreckte Kinder; ein Märchen oder wie ein Gedicht.
Er holt uns dort ab, wo wir stehen: Im Glauben, wir seien von Gott getrennt.

Der Kurs führt uns also ganz sanft aus diesem stark verschreckten Zustand heraus, in einer langen Spirale aus der Dunkelheit ins Licht.

Sei also lieb zu Dir selbst und nimm die Form des Kurses nicht ernst, seinen Inhalt schon.