Ein Kurs in Wundern
Choose Once Again

Gespräche über den Kurs

Der Kurs in zu "verkopft" - Teil 2

Zitat:
"Lektion 39
Meine Heiligkeit ist meine Erlösung
Wenn Schuld die Hölle ist, was ist dann ihr Gegenteil? Wie der Text, zu dem dieses Übungsbuch geschrieben wurde, sind die Leitgedanken, die für die Übungen benutzt werden, ganz einfach, ganz klar und völlig unzweideutig. Wir befassen uns weder mit intellektuellen Glanzleistungen noch mit logischen Spielereien. Wir beschäftigen uns nur mit dem völlig Offensichtlichen, das in den Wolken der Komplexität übersehen worden ist, in denen du denkst, dass du denkst."

Hier ist eine sehr schöne Stelle, die ganz klar macht, dass nicht der Kurs kompliziert oder verkopft ist, sondern, dass wir glauben, wir seien es. Der Kurs holt uns dort ab, wo wir stehen.
Im Englischen Original des Kurses heisst es so schön: Complexity is of the Ego.
Das Ego macht also alles kompliziert. Wahrheit ist immer einfach. Und da wir uns mit dem Ego identifizieren (sonst würden wir ja nicht glauben, wie wären hier), machen wir alles kompliziert!

Und wie gesagt, der Kurs ist auch nur ein Symbol; er ist nicht real; er existiert nicht. Von daher glauben wir, wir seien verkopft und haben uns selbst diesen Kurs geschrieben, um uns zu erinnern, dass wir Geist, dass wir Liebe sind und Liebe hat nichts mit einem Herzen zu tun, Liebe ist nicht objektorientiert. Liebe ist.

Aber das heben wir uns für ganz zum Schluss auf, weil wir das nicht verstehen können! Happy

Herzlichst,
Martin

Der Kurs ist zu "verkopft".

Ich bekam vor ein paar Tagen einen Anruf über diese Website und wir plauderten eine Weile über dies und das und ein wenig über den Kurs.
Was mir besonders im Gedächtnis blieb, war der Wunsch des Anrufers, etwas zu finden, was den Kurs "komplementiert". Der Kurs sei ihm arg verkopft.

Darüber musste ich immer wieder nachdenken. Daran will ich Dich teilhaben lassen:

Der Kurs spricht zu uns als Geist, nicht als Körper. Von daher gibt es keinen Kopf und kein Gehirn, aber auch kein Herz. Dies hilft uns zwar so mit dem fehlenden Gefühl nach Herzlichkeit nicht weiter, ist aber ein wichtiger Fakt, den es im "Hinterkopf" zu behalten gibt.
(Wenn Du zum Thema Kopflosigkeit tiefergehende Experiemente machen möchtest, dann empfehle ich Dir die Website: www.headless.org.)

Der Kurs spricht also unseren Intellekt an, welcher mehr oder weniger ausgeprägt ist, um ihn damit zu umgehen. Eines ist aber sicher, wir denken den ganzen Tag und auch des Nachts; also immer!
Auch wissen wir aus den mehr "esoterischen Forschungen", dass erst der Mentalkörper denkt und dann der Emotionalkörper fühlt.
So gesehen wäre es also unsinnig, einem Gefühl der "Herzlichkeit" hinterher zu laufen, wenn dieses aus dem Denken entsteht (und letzten Endes noch nicht mal real ist.)

Dieses Gefühl des Mitfühlens, des Mitgefühls für alles, was da ist, entsteht aus der Erkenntnis, dass wir nicht in dieser Welt existieren, bzw. diese Welt nicht existiert und dass jedes Lebewesen, was mir begegnet genauso ein "armer Tropf" ist, wie ich.
Nur aus dieser Erkenntnis kann wahres Mitgefühl entstehen, denn sonst besteht die Gefahr, dass man sich ein "spirituelles Ego" heranzüchtet, welches einem dann erklärt, man sei zu verkopft und müsse mehr in das Herz. Weiter erklärt es mir dann, dass der Kurs nicht der richtige Weg ist und ich in der Welt da draussen die Antwort finden kann.
Somit wäre ich dann wieder am Anfang und wäre (bin) auf die älteste Lüge der Welt wieder hereingefallen.

Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht Hilfen suchen kann, die mir temporär weiterhelfen. Es steht ja nirgends geschrieben, dass man sich schlecht fühlen muss.
Erst wenn ich mich traue, ganz zurück zu gehen an den Punkt, wo ich mich entschieden habe, diese Welt zu sehen anstatt der Wirklichkeit, erst dann kann ich mich neu entscheiden und Freiheit erlangen.

Wie gesagt, nimm das alles nicht zu wörtlich. Es ist nur eine Hilfe und nicht die Wirklichkeit.

Ich hoffe, das hilft Dir ein Stückchen weiter.

Herzlichst,
Martin