Ein Kurs in Wundern
Choose Once Again

Verständnisfehler

Der Kurs ist heilig.

Dies ist ebenfalls ein sehr gern genommenes Missverständis.
Nichts in dieser Welt ist heilig oder alles ist gleich heilig. Wie kann in dieser Welt etwas heilig sein, wenn diese Welt nicht mal existiert und die Grundlage ihrer selbst Angst, bzw. Angriff und Selbsthass ist?

Der Kurs ist eine Reflektion unserer eigenen Heiligkeit. Wie alles in dieser Welt ist er nur ein Symbol und der Kurs sagt es immer wieder, dass wir das Symbol nicht mit der Wahrheit verwechseln sollen.
Er ist nur ein Buch!

Er ist also eine Erinnerung an unsere wahre Identität von uns Selbst an uns Selbst geschrieben.

Einmal lesen reicht.

Eines der größten Verständisfehler ist es wohl, dass man meint, es reicht den Kurs einmal zu "lesen" oder zu "machen".
Im Prinzip würde es reichen, die Erfahrung zeigt aber, das dem so nicht ist. Der Kurs will auf das tägliche Leben angewendet werden und zwar immer wieder; Tag für Tag, Stunde für Stunde.

Wenn Du den Kurs einmal durch hast, dann fange mit dem Textbuch nochmal von vorne an. Du wirst ein tieferes Verständis bekommen und Dinge lesen, die Du dort vorher so nicht gesehen hast.
Auch die Übungen kannst Du ruhig nochmal lesen. Du musst (und brauchst) sie aber nicht nochmal zu "machen".
Es geht nicht darum, den Kurs einmal oder mehrmals zu "absolvieren". Es geht darum ihn zu leben; seine Ausagen immer mehr zuzulassen und sich nicht mehr dagegen zu wehren. Jeden Tag ein Stückchen mehr bis die Angst vor der Liebe endgültig dahingeschmolzen ist.

Der Kurs in zu "verkopft" - Teil 2

Zitat:
"Lektion 39
Meine Heiligkeit ist meine Erlösung
Wenn Schuld die Hölle ist, was ist dann ihr Gegenteil? Wie der Text, zu dem dieses Übungsbuch geschrieben wurde, sind die Leitgedanken, die für die Übungen benutzt werden, ganz einfach, ganz klar und völlig unzweideutig. Wir befassen uns weder mit intellektuellen Glanzleistungen noch mit logischen Spielereien. Wir beschäftigen uns nur mit dem völlig Offensichtlichen, das in den Wolken der Komplexität übersehen worden ist, in denen du denkst, dass du denkst."

Hier ist eine sehr schöne Stelle, die ganz klar macht, dass nicht der Kurs kompliziert oder verkopft ist, sondern, dass wir glauben, wir seien es. Der Kurs holt uns dort ab, wo wir stehen.
Im Englischen Original des Kurses heisst es so schön: Complexity is of the Ego.
Das Ego macht also alles kompliziert. Wahrheit ist immer einfach. Und da wir uns mit dem Ego identifizieren (sonst würden wir ja nicht glauben, wie wären hier), machen wir alles kompliziert!

Und wie gesagt, der Kurs ist auch nur ein Symbol; er ist nicht real; er existiert nicht. Von daher glauben wir, wir seien verkopft und haben uns selbst diesen Kurs geschrieben, um uns zu erinnern, dass wir Geist, dass wir Liebe sind und Liebe hat nichts mit einem Herzen zu tun, Liebe ist nicht objektorientiert. Liebe ist.

Aber das heben wir uns für ganz zum Schluss auf, weil wir das nicht verstehen können! Happy

Herzlichst,
Martin

Der Kurs ist zu "verkopft".

Ich bekam vor ein paar Tagen einen Anruf über diese Website und wir plauderten eine Weile über dies und das und ein wenig über den Kurs.
Was mir besonders im Gedächtnis blieb, war der Wunsch des Anrufers, etwas zu finden, was den Kurs "komplementiert". Der Kurs sei ihm arg verkopft.

Darüber musste ich immer wieder nachdenken. Daran will ich Dich teilhaben lassen:

Der Kurs spricht zu uns als Geist, nicht als Körper. Von daher gibt es keinen Kopf und kein Gehirn, aber auch kein Herz. Dies hilft uns zwar so mit dem fehlenden Gefühl nach Herzlichkeit nicht weiter, ist aber ein wichtiger Fakt, den es im "Hinterkopf" zu behalten gibt.
(Wenn Du zum Thema Kopflosigkeit tiefergehende Experiemente machen möchtest, dann empfehle ich Dir die Website: www.headless.org.)

Der Kurs spricht also unseren Intellekt an, welcher mehr oder weniger ausgeprägt ist, um ihn damit zu umgehen. Eines ist aber sicher, wir denken den ganzen Tag und auch des Nachts; also immer!
Auch wissen wir aus den mehr "esoterischen Forschungen", dass erst der Mentalkörper denkt und dann der Emotionalkörper fühlt.
So gesehen wäre es also unsinnig, einem Gefühl der "Herzlichkeit" hinterher zu laufen, wenn dieses aus dem Denken entsteht (und letzten Endes noch nicht mal real ist.)

Dieses Gefühl des Mitfühlens, des Mitgefühls für alles, was da ist, entsteht aus der Erkenntnis, dass wir nicht in dieser Welt existieren, bzw. diese Welt nicht existiert und dass jedes Lebewesen, was mir begegnet genauso ein "armer Tropf" ist, wie ich.
Nur aus dieser Erkenntnis kann wahres Mitgefühl entstehen, denn sonst besteht die Gefahr, dass man sich ein "spirituelles Ego" heranzüchtet, welches einem dann erklärt, man sei zu verkopft und müsse mehr in das Herz. Weiter erklärt es mir dann, dass der Kurs nicht der richtige Weg ist und ich in der Welt da draussen die Antwort finden kann.
Somit wäre ich dann wieder am Anfang und wäre (bin) auf die älteste Lüge der Welt wieder hereingefallen.

Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht Hilfen suchen kann, die mir temporär weiterhelfen. Es steht ja nirgends geschrieben, dass man sich schlecht fühlen muss.
Erst wenn ich mich traue, ganz zurück zu gehen an den Punkt, wo ich mich entschieden habe, diese Welt zu sehen anstatt der Wirklichkeit, erst dann kann ich mich neu entscheiden und Freiheit erlangen.

Wie gesagt, nimm das alles nicht zu wörtlich. Es ist nur eine Hilfe und nicht die Wirklichkeit.

Ich hoffe, das hilft Dir ein Stückchen weiter.

Herzlichst,
Martin




Der Kurs spricht zu mir als Körper.

Dies ist auch ein sehr gern genommener Verständnisfehler.
Der Kurs spricht zu uns als Geist (mind). Genauer, er spricht zu dem Teil in uns, der die Entscheidungen trifft (descision maker, wie Master Wapnick ihn nennt).
Dieser Teil hat die Entscheidung getroffen, sich auf das Denksystems des Egos einzulassen und dieser Teil ist es, der sich auch wieder umentscheiden kann.
Das Ego will uns glauben machen, wir seien ein Körper und könnten keine Entscheidungen treffen, ausser hier in der "wirklichen Welt", der Scheinwelt des Egos.

Das ist der gesamte Zweck des Kurses. Festzustellen, dass wir eine Entscheidung treffen können, dies dann auch zu tun und uns für Gott zu entscheiden und dabei zu bleiben. Jeden Tag, jede Minute und immer wieder von Neuem bis wir wirklich dabei bleiben und angstfrei sind.

Der Körper dient hier als Hilfsmittel und da der Kurs ganz klipp und klar sagt, dass der Körper zusammen mit dieser Welt nicht existiert, ist der Körper eher als neutral zu sehen. Das Ego macht aus dem Körper einen Kult und nutzt den Körper als eine Waffe gegen die Wahrheit. Der Heilige Geist, wie der Kurs die Stimme für Gott nennt, nimmt ihn als Kommunikationsmittel, wenn wir dies zulassen.

Der Kurs spricht also durch die Augen des Körpers zu unserem entscheidungstreffenden Geistfragment.

Der Kurs ist wörtlich zu nehmen.

Das ist wohl das allerletzte, was man mit dem Kurs machen sollte.

Der Kurs ist eher eine Geschichte, eine Gute-Nacht-Geschichte für verschreckte Kinder; ein Märchen oder wie ein Gedicht.
Er holt uns dort ab, wo wir stehen: Im Glauben, wir seien von Gott getrennt.

Der Kurs führt uns also ganz sanft aus diesem stark verschreckten Zustand heraus, in einer langen Spirale aus der Dunkelheit ins Licht.

Sei also lieb zu Dir selbst und nimm die Form des Kurses nicht ernst, seinen Inhalt schon.