Der Kurs ist zu "verkopft".
20/11/09 10:12 Filed in: Verständnisfehler | Gespräche über den Kurs
Ich bekam vor ein paar Tagen einen Anruf über diese Website und wir plauderten eine Weile über dies und das und ein wenig über den Kurs.
Was mir besonders im Gedächtnis blieb, war der Wunsch des Anrufers, etwas zu finden, was den Kurs "komplementiert". Der Kurs sei ihm arg verkopft.
Darüber musste ich immer wieder nachdenken. Daran will ich Dich teilhaben lassen:
Der Kurs spricht zu uns als Geist, nicht als Körper. Von daher gibt es keinen Kopf und kein Gehirn, aber auch kein Herz. Dies hilft uns zwar so mit dem fehlenden Gefühl nach Herzlichkeit nicht weiter, ist aber ein wichtiger Fakt, den es im "Hinterkopf" zu behalten gibt.
(Wenn Du zum Thema Kopflosigkeit tiefergehende Experiemente machen möchtest, dann empfehle ich Dir die Website: www.headless.org.)
Der Kurs spricht also unseren Intellekt an, welcher mehr oder weniger ausgeprägt ist, um ihn damit zu umgehen. Eines ist aber sicher, wir denken den ganzen Tag und auch des Nachts; also immer!
Auch wissen wir aus den mehr "esoterischen Forschungen", dass erst der Mentalkörper denkt und dann der Emotionalkörper fühlt.
So gesehen wäre es also unsinnig, einem Gefühl der "Herzlichkeit" hinterher zu laufen, wenn dieses aus dem Denken entsteht (und letzten Endes noch nicht mal real ist.)
Dieses Gefühl des Mitfühlens, des Mitgefühls für alles, was da ist, entsteht aus der Erkenntnis, dass wir nicht in dieser Welt existieren, bzw. diese Welt nicht existiert und dass jedes Lebewesen, was mir begegnet genauso ein "armer Tropf" ist, wie ich.
Nur aus dieser Erkenntnis kann wahres Mitgefühl entstehen, denn sonst besteht die Gefahr, dass man sich ein "spirituelles Ego" heranzüchtet, welches einem dann erklärt, man sei zu verkopft und müsse mehr in das Herz. Weiter erklärt es mir dann, dass der Kurs nicht der richtige Weg ist und ich in der Welt da draussen die Antwort finden kann.
Somit wäre ich dann wieder am Anfang und wäre (bin) auf die älteste Lüge der Welt wieder hereingefallen.
Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht Hilfen suchen kann, die mir temporär weiterhelfen. Es steht ja nirgends geschrieben, dass man sich schlecht fühlen muss.
Erst wenn ich mich traue, ganz zurück zu gehen an den Punkt, wo ich mich entschieden habe, diese Welt zu sehen anstatt der Wirklichkeit, erst dann kann ich mich neu entscheiden und Freiheit erlangen.
Wie gesagt, nimm das alles nicht zu wörtlich. Es ist nur eine Hilfe und nicht die Wirklichkeit.
Ich hoffe, das hilft Dir ein Stückchen weiter.
Herzlichst,
Martin
Was mir besonders im Gedächtnis blieb, war der Wunsch des Anrufers, etwas zu finden, was den Kurs "komplementiert". Der Kurs sei ihm arg verkopft.
Darüber musste ich immer wieder nachdenken. Daran will ich Dich teilhaben lassen:
Der Kurs spricht zu uns als Geist, nicht als Körper. Von daher gibt es keinen Kopf und kein Gehirn, aber auch kein Herz. Dies hilft uns zwar so mit dem fehlenden Gefühl nach Herzlichkeit nicht weiter, ist aber ein wichtiger Fakt, den es im "Hinterkopf" zu behalten gibt.
(Wenn Du zum Thema Kopflosigkeit tiefergehende Experiemente machen möchtest, dann empfehle ich Dir die Website: www.headless.org.)
Der Kurs spricht also unseren Intellekt an, welcher mehr oder weniger ausgeprägt ist, um ihn damit zu umgehen. Eines ist aber sicher, wir denken den ganzen Tag und auch des Nachts; also immer!
Auch wissen wir aus den mehr "esoterischen Forschungen", dass erst der Mentalkörper denkt und dann der Emotionalkörper fühlt.
So gesehen wäre es also unsinnig, einem Gefühl der "Herzlichkeit" hinterher zu laufen, wenn dieses aus dem Denken entsteht (und letzten Endes noch nicht mal real ist.)
Dieses Gefühl des Mitfühlens, des Mitgefühls für alles, was da ist, entsteht aus der Erkenntnis, dass wir nicht in dieser Welt existieren, bzw. diese Welt nicht existiert und dass jedes Lebewesen, was mir begegnet genauso ein "armer Tropf" ist, wie ich.
Nur aus dieser Erkenntnis kann wahres Mitgefühl entstehen, denn sonst besteht die Gefahr, dass man sich ein "spirituelles Ego" heranzüchtet, welches einem dann erklärt, man sei zu verkopft und müsse mehr in das Herz. Weiter erklärt es mir dann, dass der Kurs nicht der richtige Weg ist und ich in der Welt da draussen die Antwort finden kann.
Somit wäre ich dann wieder am Anfang und wäre (bin) auf die älteste Lüge der Welt wieder hereingefallen.
Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht Hilfen suchen kann, die mir temporär weiterhelfen. Es steht ja nirgends geschrieben, dass man sich schlecht fühlen muss.
Erst wenn ich mich traue, ganz zurück zu gehen an den Punkt, wo ich mich entschieden habe, diese Welt zu sehen anstatt der Wirklichkeit, erst dann kann ich mich neu entscheiden und Freiheit erlangen.
Wie gesagt, nimm das alles nicht zu wörtlich. Es ist nur eine Hilfe und nicht die Wirklichkeit.
Ich hoffe, das hilft Dir ein Stückchen weiter.
Herzlichst,
Martin